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Zwiebeln

Die Zwiebel: Lebens-, Würz- und Heilmittel

Schmackhaft und gesund - eine der ältesten Kulturpflanzen, die auch heute noch eine Spitzenstellung in Haus und Herd einnimmt

Zwiebel Sie ist das Multitalent im Haushalt und doch kommt der Zwiebel häufig wenig Beachtung zu. Vielleicht liegt es an der Gewohnheit des fast täglichen Gebrauchs, dass wir nur noch ein „Alltagsgemüse“ in der botanisch zur Gattung der Liliengewächse gehörenden Speisepflanze sehen. Doch gebührt der Zwiebel viel mehr Anerkennung, schließlich ist sie in der Küche ein unerlässlicher Bestandteil in vielen Gerichten und wertet jeden Gaumenschmaus geschmacklich erst so richtig auf. Egal ob als Gemüse oder Gewürz, roh, gekocht, geröstet, gedünstet, geschmort oder gebraten, in Würfeln, Ringen oder Streifen, erst durch das Aroma der Zwiebel entsteht der nötige Pfiff im Essen. Darüber hinaus ist die Zwiebel seit mehreren tausend Jahren ein altbewährtes Hausmittel gegen vielerlei Krankheiten und belegt auch heute noch einen der vordersten Ränge unter den Naturheilmitteln.
Einzig der stechende Geruch, der uns beim Schneiden die Tränen in die Augen treibt, ist der Preis, den uns die vielseitige Zwiebel abverlangt…

chefkoch.tv Video: "Kleine Zwiebelkunde"

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Die Sortenvielfalt und ihre Verwendung in der Küche

Zwiebelsorten Die uns wohl bekannteste Art der Zwiebelgewächse ist die gelb-braune Sorte, Küchen-, Speise- oder auch Haushaltszwiebel genannt. Sie passt immer und überall und wird auch am häufigsten bei der Essenzubereitung verwendet. Doch das Sortiment dieser Gattung ist vielfältig, variiert in Größe, Farbe und Form. Hier einige Beispiele und ihre häufigsten Einsätze am Herd.

Gemüsezwiebel

Sie ist das größte und dickste Exemplar der Speisezwiebeln und besonders mild. Durch ihre sanfte Schärfe kann sie, wie ihr Name schon sagt, tatsächlich wie ein Gemüse verarbeitet werden, ohne auf unserer Zunge ein unangenehmes Brennen zu verursachen. Besonders gut eignet sich diese Sorte für Zwiebelkuchen, als Wokgemüse oder zum Füllen, z.B. mit Hackfleisch.

Lauch- oder Frühlingszwiebel

Diese Sorte ähnelt optisch dem Lauchgemüse, gehört aufgrund ihrer Blättercharakteristik aber zu den Zwiebeln. Man kann sie, bis auf die Wurzel, komplett verwenden. Besonders lecker schmeckt die knackige Frühlingszwiebel in Quark, Suppen, Salaten oder auf dem Butterbrot , da sie sehr mild ist und zudem durch ihre frische hellgrüne Farbe besticht. Da ihr die Schärfe der Speisezwiebel fehlt, muss man bei ihrer Zubereitung auch nicht weinen.

Rote Zwiebel

Aufgrund ihrer roten-bläulichen Farbe eine der schönsten ihrer Art, die sich besonders gut als Dekoration in Salaten eignet. Sie ist pikant im Geschmack, aber dennoch milder und süßlicher als die Küchenzwiebel.

Schalotte

Sie ist die Königin unter den Zwiebelsorten und wird besonders gerne für die feine Küche verwendet. Sie gehört zu den Gewürzzwiebeln und veredelt vor allem Saucen oder Fischgerichte. Die Schalotte passt aber auch roh ausgezeichnet zu Salaten, da sie nicht den gefürchteten Mundgeruch verursacht.

Schnittlauch

Er gehört ebenfalls zur Familie, auch wenn der Schnittlauch am wenigsten danach aussieht. Am häufigsten gebraucht man die zarten grünen Halme als Würzkraut in Salatsoßen , Eierspeisen, Suppen oder im Quark. Auch als Dekoration oder Garnitur verleiht Schnittlauch Gerichten das gewisse Etwas.

Die Zwiebel als beliebtes Heilmittel

Zwiebel Zwiebeln sind gesund, denn sie enthalten viele Vitamine, Mineralien und ätherische Öle. Doch besonders die schwefel- und sulfidhaltigen Substanzen machen die Zwiebel zu einem wahren Wundermittel, das uns vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gefäßverengung und sogar vor Krebs schützen soll. Sie lindert Husten, wirkt verdauungsfördernd, blutreinigend und stoppt Haarausfall. Darüber hinaus bildet sich beim Zerkleinern der Zwiebel der Inhaltsstoff Allicin, dem eine antibiotische und desinfizierende Wirkung nachgesagt wird, der uns aber auch zum Weinen bringen kann. Gegen unzählige Leiden ist die Zwiebel eine preiswerte Hausapotheke, wenn man den beißenden Geruch in Kauf nimmt. Allerdings sollte man sich den Gang zum Arzt bei länger anhaltenden oder schwerwiegenden Erkrankungen nicht ersparen.

Wobei die Zwiebel wahre Wunder wirken kann:

Husten – krampf- und schleimlösend

Eine Zwiebel grob hacken, mit Zucker bedeckt einige Stunden stehen lassen und mehrmals am Tag einen Löffel des entstandenen Sirups zu sich nehmen.

Heiserkeit– beruhigend

Eine gehackte warme Zwiebel in einem Tuch verteilen, einwickeln und um den Hals legen, mit einem weiteren Tuch oder einem Schal bedecken, bis die Zwiebel abgekühlt ist. Dieses Prozedere mehrmals täglich durchführen, bis die Beschwerden abklingen.

Ohrenentzündung – antibakteriell und entzündungshemmend

Hierfür eine Zwiebel hacken, erwärmen, zerreiben, in einem Tuch verpacken und auf das kranke Ohr legen. Mit einer Mütze oder einem Schal bleibt das Tuch für ca. eine halbe Stunde an der richtigen Stelle. Mindestens 2-3 am Tag mit einer frischen Zwiebel wiederholen.

Haarausfall – stärkend und kräftigend

Mit einer angeschnittenen Zwiebel die Kopfhaut einige Minuten einmassieren, danach mit einem milden Shampoo waschen. Einmal in der Woche anwenden.

Nagelbettentzündung – desinfizierend, fördert die körpereigenen Abwehrkräfte

Eine Mischung aus einer gehackten Zwiebel und Honig auf die Entzündung bringen und mit einem Verband schützen.