Grill mit Holzkohle, Gas oder Strom?
Aufbauarten: Grillstation und Kugelgrill
Grillzubehör - Anzündkamin, Pizzastein & Co
Kaum sind die ersten warmen Tage vorbei, stellt sich für viele Grillfreunde dieselbe Frage: Welcher Grill ist eigentlich der Beste? Eine Neuanschaffung will wohlüberlegt sein, denn sofern man sich für den richtigen Grill entscheidet, wird man sich dieselbe Sucherei nach dem perfekten Grill im nächsten Frühjahr ersparen. Zu den altbekannten Kontrahenten Kohlegrill, Gasgrill und Elektrogrill gesellen sich unterschiedliche Aufbauarten, wie Grillstation, Kugelgrill oder Schwenkgrill.

Bevor man sich für einen Grill entscheidet, sollte man sich also fragen, wofür man den Grill nutzen möchte und wo die eigenen Prioritäten liegen. Möchte man seinen Grill auch mal mit in den Park nehmen? Muss der Grill auch für mehr als vier Personen reichen? Geht Geschmack wirklich über alles oder sind leichte Reinigung und schnelles Angrillen auch entscheidende Faktoren bei der Wahl des richtigen Grills?
Holzkohlegrill, Gasgrill und Elektrogrill haben alle ihre Vor- und Nachteile - aber welcher Grill eignet sich für Sie?
Der beliebteste Grill der Deutschen ist immer noch der Holzkohlegrill. Gründe hierfür sind das einmalige Aroma, die gute Transportfähigkeit und vor allem: das Zelebrieren der Grilltradition. Denn es mag sein, dass es eine Weile dauert, bis der Grill einsatzbereit ist, und dass die Rauchschwaden immer in die falsche Richtung ziehen - aber irgendwie gehören diese Umstände für die meisten zum perfekten Grill dazu. Ein wenig Zeit muss man sich für den Holzkohlegrill schon nehmen und mit durchgeräucherter Kleidung kann gerechnet werden, aber dafür wird man mit echtem Grillgeschmack entlohnt. Zwar betonen Experten, dass Holzkohle und der passende Grill keine Auswirkungen auf den Geschmack des Grillgutes haben – aber das subjektive Geschmacksempfinden lässt sich durch Expertenmeinungen meist nicht umstimmen.
Den Holzkohlegrill gibt es in vielfältigen Varianten mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Vom billigen Einmalgrill, über Säulengrill und Schwenkgrill bis hin zum festgemauerten Grill.
Anzeige
Eine immer beliebtere Variante ist der Smoker, der mit Holz oder Kohle befeuert wird. Das Feuer wird meist in einer seitlichen Kammer entzündet und durch die Rauchentwicklung wird das Fleisch "gesmoked" und der typische Rauchgeschmack, den man mit keinem anderen Grill originalgetreu imitieren kann, entsteht. Dieser Prozess kann durchaus einige Stunden dauern, führt allerdings auch zu einem einmaligen Geschmackserlebnis. Der Smoker ermöglicht gewissermaßen die Niedergarmethode im Grill, denn die Idealtemperatur liegt wesentlich niedriger als im normalen Grill.
Eine Alternative für den heimischen Garten ist der Gasgrill: Dieser Grill brät gesünder, ist schneller heiß, entwickelt keine Rauchschwaden und ist leichter zu reinigen. Dementsprechend ist der Gasgrill besser geeignet für all diejenigen, die im Sommer sehr häufig grillen oder viele Gäste bewirten möchten. In diesen Fällen erspart der Gasgrill viel Unmut, denn die romantischen Aspekte des Holzkohlegrillens können einem den Spaß verderben, wenn es mal schnell gehen soll oder die Nachbarn sich über den Grill beschweren. Ein Nachteil des Gasgrills ist der recht hohe Anschaffungspreis und die auch nicht billigen Gaskartuschen. Ein weiterer Nachteil des Gasgrills ist die höhere Störanfälligkeit - bei einem komplizierten Grill sind Verarbeitungsfehler naturgemäß wahrscheinlicher, als bei einem schlichten Grill und durch den höheren Preis umso ärgerlicher. Gerade deshalb sollten Sie bei der Anschaffung eines Gasgrills nicht am falschen Ende sparen - erkundigen Sie sich, lassen Sie sich beraten und testen Sie Ihren bevorzugten Grill wenn möglich. Achten Sie auch darauf, dass am Grill die CE-Kennzeichnung 0085 vorhanden ist, und greifen Sie nicht unbedingt zum günstigsten Angebot aus dem Baumarkt.

Ein wichtiger Faktor für den perfekten Gasgrill ist die Grillfläche. Falls Sie häufiger für viele Personen grillen, sollten Sie etwas mehr investieren und sich einen Grill mit genügend Liegefläche für Steak, Burger und Co gönnen. Entscheidend ist auch die Anzahl der Brenner im Grill, denn wenn eine große Grillfläche mit nur einem Brenner befeuert wird, nützt auch die komfortabelste Grillgröße nichts. Ein weiterer Vorteil des Gasgrills ist, dass sich die Temperatur wesentlich einfacher regulieren lässt als bei einem Holzkohlegrill. Besonderen Komfort bietet auch die Piezo-Technik, mit der sich der Gasgrill auf Knopfdruck starten lässt.
Gerade bei einem Gasgrill geht es natürlich auch um Ihre Sicherheit: Kontrollieren Sie vor jedem Grillen Verschleißteile am Grill, wie Ventile und Schläuche, und bewahren Sie Gasflaschen bevorzugt außerhalb von geschlossenen Räumen auf. Bevor Sie Ihren Grill das erste Mal in Betrieb nehmen, sollten Sie sich eingehend mit der Betriebsanleitung befassen.
Der Elektrogrill ist gut geeignet, um drinnen zu grillen - ein Grill, der bei Wind und Wetter das ganze Jahr über einsatzbereit ist. Dieser Grill benötigt kaum Vorbereitung und ist leicht zu reinigen. Zudem ist er, wie der Gasgrill auch, gesundheitlich unbedenklicher als der mit Kohle betriebene Grill, da keine krebserregenden Stoffe entstehen können, wenn Fett in die Glut tropft. Sommerliche Freude am Grillen kommt mithilfe des Elektrogrills allerdings kaum auf, denn häufig ist das Ergebnis eher unbefriedigend und die notwendige Steckdose erschwert den Grillspaß außerhalb der eigenen vier Wände. Als Tischgrill für den Alltag kann der Elektrogrill eine gute Ergänzung für den Holzkohlegrill darstellen - und für Grillfreunde ohne Garten oder Balkon ist dieser Grill sowieso konkurrenzlos. Auch beim Elektrogrill gibt es große Qualitätsunterschiede - achten Sie auf einen Grill mit großer Heizspirale, hoher Wattleistung und abnehmbarer Fettauffangschale, die die Reinigung erleichtert.
Die beliebtesten Aufbauarten des Grills sind der Kugelgrill, der nicht nur direktes Grillen, sondern auch die indirekte Nutzung des Grills ermöglicht, und die Grillstation - die Deluxe-Variante für passionierte Grillprofis.
Die Deluxe-Variante des Grills ist der Grillwagen bzw. die Grillstation: Die teureren Exemplare dieses Typs erinnern eher an eine vollwertige Küche im Garten. Sie sind besonders als Gasgrill beliebt, doch es gibt auch Grillstationen, die mit Holzkohle befeuert werden. Ausgestattet mit Arbeitsfläche, Warmhalterost, Aromaschiene, Drehspieß, Deckelthermometer und vielen weiteren Gimmicks ermöglichen Grillstationen ein ganz neues Grillerlebnis. Neben direktem und indirektem Grillen kann man mit einem Grillwagen auch perfekt Brot oder Pizza backen. Eine besondere Form des Gasgrills ist der Lavasteingrill: Bei ihm werden mittels Gas unter dem Grillrost befindliche Lavasteine erhitzt. Die Hitze wird so optimal verteilt.
Im Kugelgrill kann man bei geöffnetem Deckel die altbekannte, direkte Grillart wählen. Das Besondere am Kugelgrill ist, dass er auch indirektes Grillen ermöglicht, bei dem das Grillgut nicht direkt über der Kohle liegt. Die Hitze wird bei geschlossenem Deckel von der Innenseite im Grill reflektiert und sorgt für einen Effekt wie im Umluftofen. Die konstante Hitze im Grill führt dazu, dass größeres Grillgut gleichmäßiger gar wird und man insgesamt seltener kontrollieren und wenden muss. Meist stellt man eine Schale mit Wasser in den Grill, die nicht nur herabtropfendes Fett auffängt, sondern auch für eine höhere Luftfeuchtigkeit im Grill sorgt. Die Briketts werden im Grill rund um die Wasserschale positioniert. Beim indirekten Grillen kann kein Fett in die Glut tropfen und dementsprechend entstehen auch keine gesundheitsschädlichen Stoffe.
Wenn Sie mit Ihrem Grill indirekt grillen möchten, sollte der Grillrost einen ausreichend großen Durchmesser haben. Indirektes Grillen ist der entspannte Umgang mit dem Grill: Statt hektisch am Grill zu stehen und Würstchen zu wenden, kann man sich entspannt mit einem Bier in den Garten setzen und den Grill seine Arbeit erledigen lassen - dann aber gefüllt mit Hühnchen oder anderen großen Leckereien, denn Würstchen und Steak legt man lieber traditionell auf den offenen Grill. Dieser Grill wird meist mit Kohle betrieben, es gibt jedoch auch Kugelgrills mit Deckel, die mit Gas oder Strom beheizt werden. Der bekannteste Vertreter dieses Grilltyps ist der Weber Grill - es gibt jedoch inzwischen auch viele günstigere Kugelgrille.
Es gibt also kaum DEN richtigen Grill - nur den richtigen Grill für bestimmte Bedürfnisse.

Für perfektes Vergnügen am Grill benötigt man einiges an Zubehör. Als Erstes steht die Auswahl des Grillanzünders im weitesten Sinne an. Für den Gasgrill kommen nur Propangas oder Butangas in Frage - wer seinen Grill auch im Winter einsetzen möchte, sollte zu Propangas greifen, denn Butangas verflüssigt sich unterhalb des Gefrierpunktes.
Komplizierter ist das Befeuern eines Holzkohlegrills. Zunächst muss man sich zwischen Holzkohle in Stücken und Briketts entscheiden. Die leichten Holzkohlestücke eignen sich für kurzen Spaß am Grill - achten Sie darauf, dass auf der Kohle die verwendeten Hölzer angegeben sind. Wenn das Vergnügen am Grill etwas länger dauern oder indirekt gegrillt werden soll, sollte man besser zu Briketts greifen, die zwar länger brauchen um durchzuglühen, dafür aber auch länger die Wärme speichern und im Grill gleichmäßiger abgeben.
Um sich das Anfeuern der Briketts im Grill zu erleichtern, kann man zu einer Anzündhilfe greifen. Dabei sollte die Wahl allerdings nie auf Spiritus fallen - verwenden Sie lieber spezielle Grillanzünder. Auch die professionellen Anzünder für den Grill sollte man nicht mehr verwenden, sobald die Kohlen im Grill glühen - zu groß ist die Gefahr von Stichflammen und Brandverletzungen. Für fortgeschrittene Freunde des Grills lohnt sich die Anschaffung eines Anzündkamins - dank der handlichen Hilfe sind auch Briketts schnell einsatzbereit und eine gleichmäßige Glut im Grill ist garantiert. Zudem kann man dank des Anzündkamins beim Grillen leichter auf chemische Anzündhilfen verzichten und als Anzünder Holzspäne oder ähnliche Feuerhilfen verwenden.
Für den Smoker ist die Auswahl des richtigen Holzes besonders wichtig: Fruchthölzer sind eher mild und erzeugen einen süßlichen Geschmack, Walnussholz verhilft zu einem eher kräftigen Aroma und Nadelhölzer gehören gar nicht in den Smoker. Beliebte Holzsorten sind Birke, Eiche, Buche und Erle. Meist wird das Räucherholz in Form von Räucherchips oder Chunks angeboten. Auch in jedem anderen Grill mit Deckel kann man dem Gargut dank Smoking Chips eine Extraportion Würze verleihen - die Holzspäne voller Aroma werden in Wasser eingelegt und im Grill auf die heißen Kohlen gegeben. Auch ein teurer gasbetriebener Grill hat häufig eine Smokerbox für Räucherchips.
Ein weiteres nützliches Grillzubehör, wenn man auch größere Stücke Fleisch auf den Grill legen möchte, ist das Grillthermometer. Ein ordentliches Thermometer kann sowohl die Kerntemperatur als auch die Lufttemperatur messen - dies ist besonders wichtig, wenn man im Kugelgrill grillt und den Grill nicht öffnen möchte. Besonders komfortabel sind kabellose Grillthermometer.
Ein weiteres schönes Extra für den Grill ist ein Pizzastein, denn im Gegensatz zum heimischen Backofen entstehen auf dem Grill Temperaturen, die perfekt für eine knusprige Pizza geeignet sind. Um Pizza mit dem Grill zuzubereiten, benötigen Sie einen Grill mit Deckel, im Normalfall also einen Kugelgrill oder eine Grillstation, und am besten ein Grillthermometer. Bei einer optimalen Temperatur von 350 Grad ist die Pizza innerhalb von 3 Minuten fertig!
Für echte Grillliebhaber sind der Anschaffung von Grillzubehör natürlich keine Grenzen gesetzt: Mit einem Grillföhn bringt man die Kohlen schneller zum Glühen, mit Schaschlikspießen erspart man sich unansehnliche oder verbrannte Holzspieße im Fleisch und wer ein gleichmäßig gegrilltes Hähnchen zubereiten möchte, wird einen Grillspieß benötigen - am besten mit Motor.
Als Geschenke eignen sich auch Grillbücher mit Rezepten und Anleitungen, Schürzen, Schneidebretter, Grillzangen und anderes Zubehör. Wir wünschen Ihnen diese Grillsaison viel Spaß!
Wir haben passionierte Grill-Blogger befragt: Was ist der perfekte Grill? Was ist euer ultimativer Grill-Tipp? Und welches Rezept sollte jeder einmal ausprobiert haben? Hier kommen ihre Antworten!
Mit von der Partie sind:
Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?
Diese Frage kann man meiner Meinung nach nicht grundsätzlich
beantworten. Ich habe diverse Holzkohlegrills und einen Gasgrill in
meinem Fuhrpark und je nach Rezept und Zubereitungsmethode verwende ich
unterschiedliche Grills. Wenn es schnell gehen soll, nehme ich gerne den
Gasgrill, der ist innerhalb von 10 Minuten betriebsbereit. Für
indirekte Grillgerichte bevorzuge ich meinen Kugelgrill, zum smoken
meinen Watersmoker. Am meisten Spaß macht mir jedoch das Smoken. Der
universellste Grill ist und bleibt der Kugelgrill, hier kann man direkt
und indirekt grillen (ich empfehle für das indirekte Grillen Kohlekörbe)
und mit Räucherchips smoken. Außerdem ist die Zubehörpalette für den
Kugelgrill immens, wie z.B. Pizzastein, Rotisserie, Gussroste. Man
sollte lieber einen größeren Kugelgrill kaufen, da dann mehr Fläche zum
indirekten Grillen gegeben ist.
Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?
Geduld und eine ausreichende Planung sind meiner Meinung nach am wichtigsten, dann stellen sich sehr schnell Erfolge ein. Man sollte sich im Vorfeld genau überlegen, welches Gericht mit welchen Beilagen man grillen will. Dann kann man in Ruhe alles vorbereiten und den Garzeiten entsprechend die einzelnen Komponenten des Menüs auf den Grillrost legen. Ebenso braucht es etwas Übung seinen Grill zu beherrschen, vor allem die Temperatursteuerung bei Kohlegrills, da der Grill träge auf Veränderungen bei der Zuluftsteuerung reagiert. Lasst die Finger von Spiritus und anderen Brandbeschleunigern, kauft euch einen Anzündkamin zum Entzünden der Kohlen.
Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?
Ribs low & slow aus dem Smoker, sprich 6 Stunden bei niedriger Temperatur (110° C - 120° C) gegart, mit einer tollen Sauce als Glasur versehen mag ich am liebsten, hier kann man unendlich variieren - bei den Gewürzen und bei der Sauce. Wer lieber Fisch mag, sollte unbedingt mal Lachs von der Zedernholzplanke probieren. Eine echte Herausforderung sind natürlich Longjobs im Smoker wie Pulled Pork (gezupfte Schweineschulter oder -Nacken) oder ein Beef Brisket (Rinderbrust). Diese Gerichte benötigen schon mal 18-20 Stunden im Smoker, das ist dann die Königsdisziplin.
Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?
Die Frage kann man nicht pauschal beantworten. Es kommt immer drauf an, was man mit dem Grill alles machen möchte. Ein Kugelgrill ist für den Einstieg äußerst praktisch, da man hier für ein relativ kleines Budget (200-300 Euro) hochwertige Grills bekommt, mit denen man sowohl direkt als auch indirekt grillen kann. Auch Räuchern und Pizzabacken sind mit dem passenden Zubehör möglich.
Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?
Kauft kein vormariniertes "Neonfleisch" im Supermarkt oder im Discounter. Diese oft neonfarben leuchtenden (daher der Name Neonfleisch) Steaks schmecken nicht wirklich gut und die vielen Zusatzstoffe und "E"-Nummern auf der Zutatenliste müssen nicht sein. Marinaden und Gewürzmischungen lassen sich ohne viel Mühe selber herstellen. Der Experimentierfreude sind hier keine Grenzen gesetzt und man weiß was drin ist.
2. Tipp: Um Holzkohle oder Grillbriketts zu entzünden, sollte man auf keinen Fall Flüssiganzünder, Benzin, Spiritus oder sonstige Flüssigkeiten verwenden. Zum einen ist die Unfallgefahr sehr hoch durch diese hochentzündlichen Flüssigkeiten. Zum Anderen schmeckt man die Rückstände der Anzündflüssigkeiten im aufgelegten Grillgut, wenn diese nicht vollständig verbrennen. Viel schneller, einfacher und sicherer ist das Entzünden der Briketts mit einem Anzündkamin (Kostenpunkt 15-25 Euro). Man legt ein zusammengeknülltes Stück Zeitung oder einen Grillanzündwürfel unter den mit Briketts oder Holzkohle gefüllten Anzündkamin. Durch den Kamineffekt ist der Inhalt des Anzündkamins innerhalb von etwa 20 Minuten durchgeglüht. Schneller und sicherer lassen sich Briketts nicht entzünden.
Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?
Ein tolles Fingerfood-Rezept sind die Wurstlollies vom Grill. Sie sind schnell und einfach zu machen und sind der absolute Renner bei jeder Party. Das Rezept gibt es auf meinem Blog: Wurstlollies.
Welcher ist deiner
Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?
Für mich ist der beste Grill ein Grill, der vielseitig einsetzbar ist. Ich persönlich grille über 90 % meiner Grillgerichte auf meinem Smoker. Ich mag es, wenn es richtig raucht und qualmt. Mit ihm kann ich in der SFB (Side-Fire-Box - der kleinen Kammer neben der Garkammer) direkt grillen, z, B, Steaks, Burger und Würstchen aber auch kleine Mengen indirekt grillen (z. B. Hähnchenschenkel oder Moinkballs). Für größere Fleischstücke, zum räuchern oder "smoken" nutze ich die große Garkammer. Wenn ich diesen Grill nicht hätte, würde ich wohl auf einem Kugelgrill grillen, da dieser mit jeder Menge Zubehör auch universal einsetzbar ist.
Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?
Allen Grillanfängern würde ich raten, zu Beginn Erfahrungen mit einem Grill mit Deckel (z. B. einem einfachen Kugelgrill) zu sammeln. Nur mit diesen Grills kann man lernen, indirekt (Fleisch nicht direkt über der Hitze, sondern über einer mit Flüssigkeit gefüllten Auffangschale) zu grillen. Nach meiner Erfahrung kann man sich mit dieser Grilltechnik am besten vom "bisherigen Grillverständnis" (fertig mariniertes Grillgut direkt über der Glut grillen, bis es außen schwarz und innen noch roh ist) abheben. Es dauert zwar im Vergleich zum direkten grillen vielleicht etwas länger, aber in unserem heutigen, vom Stress bestimmten Alltag sollte IMHO die Idee der "Entschleunigung" ohnehin beim Essen und der Zubereitung im Vordergrund stehen. Und das Ergebnis entschädigt in der Regel für jede Wartezeit. Mit diesem Grill kann man sehr schnell das "A und O" - die Kontrolle über die Temperatur - erlernen. Sobald man weiß, wie viel Kohle in den jeweiligen Grill gehört und wie die Ventile eingestellt werden müssten, um eine bestimmte Temperatur zu erreichen, ist man in der Lage, nahezu alle Grilltechniken anzuwenden und interessante Grillgerichte zuzubereiten.
Zum guten Grillergebnis gehört nicht nur der Grill. Ich kann nicht oft genug empfehlen, Fleisch und Zutaten frisch und von hoher Qualität zu kaufen. Lieber ein paar Mal unter der Woche weniger Discounterfleisch kaufen, dafür am Wochenende was Ordentliches auf den Grill legen. Dazu bewirken frischer Thymian, Knoblauch und Rosmarin geschmacklich wahre Wunder. Wer sich zudem noch ein Thermometer zulegt, mit dem die Kerntemperatur des Fleisches überwacht werden kann, der überlässt nichts mehr dem Zufall.
Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?
Mein persönliches "Aha-Erlebnis" hatte ich mit Lachs von der Zedernholzplanke. Hier wird ein Stück Lachs auf einer vorher in Flüssigkeit (i. d. R. Wasser, geht aber auch mit Weißwein, Rum etc.) getränkten, unbehandelten Holzplanke (gibt es im gut sortierten Fachhandel) gegart. Das Holz gibt dabei sein Aroma an das Grillgut ab. Das ist nicht nur von der Zubereitungsart, sondern auch geschmacklich spektakulär. Wer das probiert, wird es niemals vergessen. Das verspreche ich.
Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?
Es gibt viele "Pro" und "Kontra" für die einzelnen Grill/Grilltypen. Mein persönlicher Favorit ist hier der Kugelgrill mit Holzkohle. Er umfasst wirklich viele Möglichkeiten und ist meiner Meinung nach der am vielfältigsten einsetzbare Grill, mit dem man wirklich sehr viel machen kann. Im Bereich der "BBQ-Methode" ist es unabdingbar, einen Grill mit Deckel und mit Luftregulierung zu besitzen, erst dann stehen einem die Vielzahl der unterschiedlichen Rezepte zur Verfügung.
Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?
Einen ultimativen Tipp für Grillanfänger gibt es in der Form nicht, denn jeder Grillanfänger "muss" seine eigenen Erfahrungen sammeln. Es gibt wirklich viele Varianten des Grillens und man muss für sich eben die eigene finden. Es gibt wirklich viele Informationen, Tipps und Tricks, und wenn man sich intensiver mit der Thematik befasst, wird man sehr schnell merken, dass es auch noch mehr gibt, als "Nur mal eben eine Wurst zu grillen". Was ich nur mit auf dem Weg geben kann, ist, dass vieles mit Ruhe und Geduld funktioniert. Wenn man sich immer mehr zutraut, kann man auch mal Eigenkreationen probieren. Es gibt wirklich keine Tabus, fast alles ist beim Grillen erlaubt und es kann sich, wie bei mir, zu einer Leidenschaft entwickeln.
Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?
Was man auf dem Grill unbedingt ausprobieren sollte, ist eine "Bacon Bomb" oder auch "Bacon Explosion". Das ist nichts anderes wie ein gefüllter Hackbraten ummantelt mit Bacon. Hier kann man die Füllung sehr stark Variieren, vom einer Mediterranen Füllung bis hin zu einer eigenen Kreation. Eine wirklich wahrhaftig schmackhafte Erfahrung, die ich nur empfehlen kann. Das Rezept gibt es hier
Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?
Ich grille sowohl auf Gas als auch auf Holzkohle. Den Holzkohlegrill (57er Kugelgrill) verwende ich in erster Linie für Low & Slow-Gerichte, also für größere Fleischstücke, die bei niedriger Temperatur und indirekt gegrillt werden. Ein Gasgrill ist von der Bedienung und exakten Temperaturregelung sehr einfach in der Handhabung und durch Drehspieß, verschiedene Brenner, usw. sehr vielseitig. Mit einem günstigen Grill aus dem Supermarkt tut man sich selbst keinen Gefallen.
Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?
Lieber weniger Fleisch essen und dafür auf hohe Qualität und Herkunft achten. Immer Geduld mitbringen, dem Grillgut Zeit lassen und mit einem Kerntemperatur-Thermometer arbeiten.
Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?
Für Steakliebhaber ein richtig großes, dickes Steak perfekt gegart, z. B. mein Porterhouse-Steak im Bistecca Fiorentina Style.
Wer etwas experimentierfreudig ist, sollte mal einen großen Braten indirekt auf dem Grill zubereiten, z. B. eine Hochrippe.
Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?
Wir finden, dass nach wie vor der ganz klassische Kugelgrill der beste und vor allem universellste Grill ist. Egal ob es saftige Steaks über einer heißen Glut sind oder ein Pulled Pork... Mit einem Kugelgrill und eventuell ein wenig Zubehör kann man wirklich alles machen.
Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?
Der Grundstein für eine erfolgreiche Grillkarriere ist am besten mit der Anschaffung eines Grill- bzw. Fleischthermometers gelegt. Die Kerntemperatur von Fleisch, Fisch oder Geflügel zu messen und sich nicht auf ein Bauchgefühl zu verlassen, gibt die Sicherheit, die man braucht, um sich auch mal an ein Stück gutes und wahrscheinlich etwas teureres Stück Fleisch heranzutrauen. Und es gibt wohl nichts Schlimmeres als ein übergartes Steak.
Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?
Spare Ribs...Da kommt einfach alles vor, was ein gutes Barbecue ausmacht: Ein bisschen Rauch, ein bisschen langsames und indirektes Garen (low&slow) und eine leckere Glasur mit BBQ-Sauce. Was zum Schluss dabei herauskommt ist super-zartes Fleisch mit einem echt tollen Aroma.
Welcher ist deiner Meinung nach der beste Grill/Grilltyp?
Der ideale Grill ist meiner Meinung nach entweder ein
Holzkohlegrill, am besten ein Kugelgrill mit Deckel, oder ein Gasgrill. Bei
diesen Grilltypen hat man durch die variablen Hitzezonen die Möglichkeit,
direkt sowie indirekt zu grillen und muss keine Einschränkungen bei der Wahl
des Grillgutes in Kauf nehmen.
Schnelle Erfolge erzielt man mit einem Holzkohlegrill. Hier kann man einfach den Grillanzünder auf dem Kohlerost und der Holzkohle oder den Briketts vorglühen lassen und schon kann man loslegen. Zum Vorglühen der Holzkohle/der Briketts empfehle ich einen Anzündkamin, da dieser das Brennmaterial schnell und gleichmäßig zum glühen bringt. Ein qualitativ hochwertiger Holzkohlegrill ist ab 100 € zu haben, ein Gasgrill ab etwa 300 €. Bei einem Kauf sollte man evtl. auf einen Markenhersteller zurückgreifen, da diese Hersteller in der Regel eine lange Nachkaufgarantie für Ersatzteile bieten und auf das Grillgerät bis zu 10 Jahre Garantie - bei sachgemäßer Nutzung - geben.
Was ist dein ultimativer Tipp für Grillanfänger?
Einfach mal das fertig marinierte Fleisch vom Discounter links liegen lassen und mutig sein! UND: Nicht aufgeben! Kaufen Sie einfach ein gutes Stück Fleisch beim Metzger Ihres Vertrauens und würzen es nach Ihren Vorlieben selbst. Trauen Sie sich ruhig, einfach mal eine eigene Gewürzmischung oder einen selbst kreierten Rub (Trockengewürzmischung) auszuprobieren. Für die Gewürzmischung gibt es eine kleine Faustformel: einen großen Teil Süße (brauner oder weißer Zucker), einen kleineren Teil Salz und einen gleichgroßen Teil Schärfe (Pfeffer, Chili). Sicherlich werden hier die ersten Versuche nicht immer perfekt gelingen. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Ihren eigenen Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt.
Welches Rezept sollte man unbedingt einmal ausprobiert haben?
Moink Balls
Der Name des Rezepts kommt von den Lauten der beiden „Bestandteile" des Fleisches, nämlich „Moo" für das Rinderhackfleisch und „oink" für den Bacon vom Schwein. Bei diesem Rezept handelt es sich um einen kleinen Zwischengang bzw. eine Vorspeise und es ist einfach und schnell zubereitet. Es werden die folgenden Zutaten benötigt:
500g Rinderhack mit hohem Fettanteil
12 Scheiben Bacon (Frühstückspeck, dünn geschnitten)
Gewürze (Salz und Pfeffer) oder evtl. ein Rub (z. B. selbstgemachter 8-3-1-1 Rub*)
BBQ Sauce zum Bestreichen
Holzspieße (alternativ Zahnstocher)
einen Pinsel zum Bestreichen
* Der 8-3-1-1 Rub besteht aus 8 Teilen Zucker (brauner Zucker bevorzugt), 3 Teilen Salz, 1 Teil Pfeffer und 1 Teil nach Ihren Wünschen (z. B. Paprikapulver, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Curry, usw.). Man kann diesen Rub auch erweitern, so dass man einfach immer einen Teil des Gewürzes hinzufügt. Um den Rub zuzubereiten, vermischt man einfach alle Zutaten miteinander und füllt diese nachher in einen Behälter. Beim Würzen sind selbstverständlich keine Grenzen gesetzt und man kann statt des Rubs das Hackfleisch nach eigenen Wünschen verfeinern, z . B. mit frischen Kräutern (Petersilie) oder mit angeschwitzten Zwiebeln oder Schalotten.
Zubereitung
Das Rinderhackfleisch sollte eine Kerntemperatur von 70° C haben, um serviert zu werden. Wer dies nicht einschätzen kann, kann ein Fleischthermometer verwenden.